Für Montag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte eingeplant. Im Grunde ist der einzige nennenswerte Bericht die deutsche Industrieproduktionsstatistik für Januar, aber wen interessiert die Industrieproduktion im Moment? Am Freitag haben die Händler einen weiteren Rückschlag am amerikanischen Arbeitsmarkt und wichtige Berichte weitgehend ignoriert. Am Montag schoss der Dollar erneut in die Höhe, ebenso wie die Öl- und Gaspreise. In dieser Woche könnten Amerika und seine Verbündeten einen blutigen Bodenkrieg im Iran beginnen, an dem Infanterie und Bodengerät beteiligt sind, da die Raketenangriffe ihre Ziele nicht erreicht haben. Teheran ist nicht gefallen, hat sein Atomprogramm nicht aufgegeben und reagiert auf jeden Angriff auf sein Territorium mit Vergeltung.
Am Montag gab es bei den Fundamentaldaten absolut nichts Hervorhebenswertes. Der Fokus des Marktes richtet sich derzeit jedoch eher auf den Nahen Osten als auf die Zentralbanken. Unserer Ansicht nach waren die US-Arbeitsmarktdaten und Inflationsdaten für Januar bestenfalls widersprüchlich. Im Februar blieb der Arbeitsmarkt erneut hinter den Erwartungen zurück, und die Inflation könnte in dieser Woche anziehen. Damit liefern die makroökonomischen Daten dem Dollar keinerlei Unterstützung, und die Fed könnte ihre Entscheidungen bald weniger an Inflation oder Arbeitsmarkt ausrichten, sondern vielmehr an der Notwendigkeit, den Krieg im Nahen Osten zu finanzieren oder eine Wirtschaft zu stimulieren, deren Wachstum im vierten Quartal auf 1,4 % zurückgegangen ist.Am ersten Handelstag der Woche könnte der Markt volatil bleiben, da sich die Ereignisse im Nahen Osten weiter zuspitzen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes und nachhaltiges Wachstum der US‑Währung; der Krieg im Nahen Osten könnte jedoch weiterhin beide Währungspaare nach unten ziehen.
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kursmarken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender enthalten) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
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