Das Währungspaar EUR/USD setzte seine Aufwärtsbewegung am Dienstag den zweiten Tag in Folge fort, ohne nennenswerte lokale oder makroökonomische Impulse. Es handelt sich derzeit wahrscheinlich nur um eine einfache Korrektur, aber wenn die fallende Trendlinie durchbrochen wird, könnte sich der Trend in einen Aufwärtstrend drehen – und der Dollar kann nicht unbegrenzt aufgrund desselben Faktors weiter steigen. Zur Erinnerung: In den vergangenen anderthalb Monaten wurden mehrere Trendlinien durchbrochen, doch in jedem Fall verhinderten externe Faktoren, dass die Bullen ihren Trend starten konnten. Das kann nicht ewig so weitergehen. Wir gehen nicht davon aus, dass der geopolitische Faktor den Dollar noch einen weiteren Monat, zwei oder gar ein Jahr lang positiv beeinflussen wird, während der Markt verzweifelt alle anderen Faktoren ignoriert. Der Aufwärtstrend im Tages-Chart bleibt intakt, weshalb wir nach wie vor erwarten, dass er sich fortsetzt. Der Krieg im Nahen Osten hat das technische Bild zwar eindeutig beeinflusst, doch global gesehen hat er an den grundsätzlichen Perspektiven der US-Währung nichts verändert.

Im 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag drei Handelssignale generiert. In der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs vom Niveau 1,1474 nach oben ab und erreichte wenige Stunden später mit minimaler Abweichung das nächstgelegene Ziel – die Zone 1,1527–1,1531. Diese Zone konnte ebenfalls genutzt werden, allerdings erwies sich dieses Signal als falsch. Das nächste Kaufsignal im selben Bereich konnte von Anfängern als Long-Position markiert werden, die weiterhin relevant ist.
Im Stundenchart bleibt der Abwärtstrend aufgrund des Krieges im Nahen Osten bestehen, könnte jedoch heute aufgehoben werden. Anfang 2026 hat sich ein langfristiger Aufwärtstrend wieder etabliert, daher warten wir auf eine erneute mittelfristige Aufwärtsbewegung des Euro. Das fundamentale Gesamtumfeld bleibt für die US-Währung weiterhin sehr schwierig, was durch Berichte zum Arbeitsmarkt, zum BIP und zur Arbeitslosigkeit bestätigt wird. Dennoch steht für den Markt derzeit eher die Geopolitik als die Konjunktur im Mittelpunkt.
Am Mittwoch können Anfänger neue Short-Positionen in Erwägung ziehen, wenn sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1527–1,1531 etabliert, mit Ziel bei 1,1455–1,1474. Befindet sich der Kurs oberhalb der Zone 1,1527–1,1531, können Long-Positionen mit Zielen bei 1,1584–1,1591 beibehalten werden.
Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Marken berücksichtigt werden: 1,1267–1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Mittwoch sind in den USA und in der Eurozone nur zweitrangige Konjunkturdaten geplant, aber am Abend wird die Fed die Ergebnisse ihrer zweiten Sitzung des Jahres bekannt geben und einen aktualisierten „Dot Plot“ veröffentlichen. Im Anschluss an die Sitzung wird Jerome Powell eine Rede halten.
Kursmarken für Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung kennzeichnen, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle verwendet werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
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