Für Mittwoch sind mehrere makroökonomische Berichte angekündigt, doch keiner davon ist besonders bedeutsam, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Lage. Auffällig war in den vergangenen Wochen vor allem die nahezu vollständige Ignorierung des makroökonomischen Umfelds. In der Eurozone wird heute die zweite Schätzung der Inflationsdaten für Februar veröffentlicht, die objektiv betrachtet nur einen geringen Informationswert besitzt. In der Regel reagiert der Markt auf die erste Schätzung. In den USA wird der Producer Price Index veröffentlicht, ein abgeleiteter Inflationsindikator, den der Markt ebenfalls weitgehend ignoriert. Damit dürfte heute einzig die Fed-Sitzung die Aufmerksamkeit der Trader auf sich ziehen.

Unter den fundamentalen Ereignissen am Mittwoch ragt die Fed-Sitzung eindeutig heraus, und sie lässt sich bedingt in drei Teile gliedern. Der erste Teil ist die Entscheidung der Fed über den Leitzins, die im Grunde bereits bekannt ist. Der zweite Teil ist das sogenannte „Dot Plot“-Schaubild, das die Erwartungen der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses hinsichtlich der Veränderungen des Leitzinses in den kommenden zwei Jahren widerspiegelt. Dieses Schaubild zeigt am besten, wie sich die Stimmung im FOMC verändert hat, und wird nach jeder zweiten Sitzung veröffentlicht. Der dritte Teil ist die Rede von Jerome Powell, die den Tradern ebenfalls Aufschluss darüber geben wird, wie sich die Stimmung der Zentralbank nach den Ereignissen im Nahen Osten verschoben hat. Unserer Ansicht nach gibt es keine Grundlage dafür, eine Abschwächung der „taubenhaften“ Position zu erwarten, doch der Markt sieht das anders – und der Dollar könnte diesen Faktor bereits eingepreist haben.
Am dritten Handelstag der Woche kann sich der Markt in jede Richtung bewegen, da sich die Entwicklung im Nahen Osten jederzeit in unterschiedliche Richtungen verlagern kann, wodurch es unmöglich wird, die Stimmung der Fed vor diesem Hintergrund vorherzusagen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für ein starkes, anhaltendes Wachstum der US-Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), doch der Krieg im Nahen Osten könnte den Dollar erneut stützen.
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Niveaus können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt oder der Markt verlassen werden, um scharfe Kursumkehrungen entgegen der vorherigen Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
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