Für Freitag sind nur relativ wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant. Zu den einzigen nennenswerten Daten gehören die Inflationszahlen aus Deutschland und den USA. Der deutsche Inflationsbericht stellt eine zweite Schätzung dar und dürfte daher kaum das Interesse der Trader auf sich ziehen. Im Gegensatz dazu sollte der amerikanische Inflationsbericht das Marktinteresse wecken, auch wenn in den letzten zwei Monaten mehrere wichtige Berichte veröffentlicht wurden, die allesamt ignoriert wurden. Daher sollten sich Trader auf erhöhte Volatilität während der amerikanischen Handelssitzung einstellen, zugleich wäre es aber auch nicht überraschend, wenn der Markt diese Veröffentlichung ebenfalls weitgehend ausblendet. Geopolitische Faktoren bleiben vorrangig, und sollten hier neue bedeutende Nachrichten eintreffen, wird der Markt zunächst darauf reagieren. Der Verbraucherstimmungsindex der University of Michigan kann ebenfalls erwähnt werden, doch unter den aktuellen Umständen ist auch hier nicht mit einer nennenswerten Marktreaktion zu rechnen.

Am Freitag gibt es in den fundamentalen Ereignissen absolut nichts Erwähnenswertes, dennoch ignoriert der Markt weiterhin praktisch alle Nachrichten, die nicht mit Geopolitik zu tun haben. In der Nacht auf Mittwoch kamen Meldungen über einen zweiwöchigen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran, und im Tagesverlauf feuerten die USA, Iran und Israel neue Raketen ab. Somit ist derzeit unklar, ob der Waffenstillstand beendet ist oder noch gilt. Da der Markt diese Frage nicht beantworten kann, ist der Rückgang des Dollars zum Stillstand gekommen.
Am letzten Handelstag der Woche können sich beide Währungspaare in jede Richtung bewegen, da der Markt weiterhin ausschließlich auf geopolitische Nachrichten reagiert, die unmöglich vorherzusagen sind. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1655–1,1666 gehandelt werden, während das Pfund Sterling in den Spannen von 1,3403–1,3407 bzw. 1,3437–1,3446 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes, anhaltendes Wachstum der US‑Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), und die Verbesserung der geopolitischen Lage hat bereits einen Einbruch des Dollars ausgelöst.
Preisniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Niveaus können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
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