Das Währungspaar EUR/USD setzte am Donnerstag seine schwache, abwärtsgerichtete Korrekturbewegung fort. Im Verlauf des Vortags wurden in den USA und in der Eurozone Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungs- und den Industriesektor veröffentlicht, doch der Markt nahm diese kaum zur Kenntnis. Weder auf den einen noch auf den anderen Datenblock erfolgte eine nennenswerte Reaktion, und die gesamte Tagesvolatilität betrug 47 Pips. Die laufende Woche verläuft insgesamt korrektiv, wie wir bereits am Wochenende angekündigt hatten. Unterdessen kommentiert Donald Trump weiterhin täglich die Lage mit Iran; der Markt schenkt seinen Äußerungen jedoch schon seit Langem keine Beachtung mehr. Im Fokus stehen nur noch die Fakten. Diese stellen sich derzeit wie folgt dar: Die Straße von Hormus ist geschlossen, es gibt keine Verhandlungen, militärische Handlungen finden nicht statt, doch ein Krieg könnte jederzeit wieder aufflammen. Da es gegenwärtig keine Gespräche zwischen Teheran und Washington gibt, tendiert der Markt zu der Einschätzung, dass der Krieg in der einen oder anderen Form wieder aufgenommen wird. Der Dollar steigt jedoch nicht aus diesem Grund, sondern aus technischen Gründen.

Im 5-Minuten-Chart wurden am Donnerstag keine Handelssignale gebildet. Erst während der amerikanischen Handelssession näherte sich der Kurs dem Bereich 1,1655–1,1666, verfehlte ihn jedoch um 6 Pips. Diese Abweichung ist durchaus erheblich. Daher gab es für Einsteiger keine Grundlage, Positionen zu eröffnen.
Im Stundenchart bleibt der Aufwärtstrend intakt. Seit zwei Wochen in Folge wird der Dollar abverkauft, und die Geopolitik ist etwas in den Hintergrund gerückt. Nun verschärft sich jedoch die geopolitische Lage wieder, und der US‑Dollar könnte als sicherer Hafen erneut gefragt sein. Wir sehen den Grund dafür eher als technisch bedingt, aber in jedem Fall verfügen Trader über technische Niveaus, an denen gehandelt werden kann, und die Bewegungen werden von den Entwicklungen im Nahen Osten abhängen.
Am Freitag können Einsteiger Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1655–1,1666 festigt, mit einem Ziel bei 1,1584–1,1591. Neue Long-Positionen können bei einer Abprallbewegung vom Bereich 1,1655–1,1666 in Betracht gezogen werden, mit einem Ziel bei 1,1745–1,1754.
Im 5-Minuten-Chart sind unter anderem die folgenden Niveaus relevant: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Freitag veröffentlicht Deutschland den ifo-Geschäftsklimaindex, und die University of Michigan veröffentlicht den Index des Verbrauchervertrauens in den USA. Wir gehen davon aus, dass diese Daten ignoriert werden, so wie alle vorherigen Veröffentlichungen in den letzten zwei Monaten.
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kursmarken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt vorübergehend verlassen, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Strategie und ein effektives Money-Management sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.
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