Für Freitag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte terminiert, und der Markt ignoriert weiterhin das gesamte makroökonomische Umfeld. Wir werden natürlich die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien, den ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland und das Verbrauchervertrauen in den USA zur Kenntnis nehmen, doch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Daten eine Marktreaktion auslösen, ist gering. In dieser Woche befindet sich der Markt in einer Korrekturphase und wartet auf Entwicklungen im Nahen Osten sowie auf etwas Klarheit für den kurzfristigen Ausblick. Allerdings wartet er immer noch auf eben diese Entwicklungen ...

Unter den fundamentalen Ereignissen am Freitag gibt es absolut nichts Erwähnenswertes. In dieser Woche hat Christine Lagarde bereits zwei Reden gehalten, doch der Markt ignoriert weiterhin sowohl die Faktoren der Geldpolitik als auch das makroökonomische Umfeld. Daher haben Aussagen von Vertretern der European Central Bank, des Federal Reserve Systems und der Bank of England derzeit keinerlei Bedeutung. Niemand rechnet damit, dass die Fed im Jahr 2026 die Geldpolitik straffen wird, während die BoE und die ECB angesichts einer steigenden Inflation die Leitzinsen anheben könnten. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage äußerst unsicher, was dazu führen könnte, dass die Zentralbanken bei wichtigen geldpolitischen Entscheidungen auf den kommenden Sitzungen zögern. So könnten etwa die Kämpfe im Nahen Osten bald wieder aufflammen, falls kein Abkommen zwischen Iran und den USA unterzeichnet wird. Ein solches Abkommen kann jedoch nicht zustande kommen, solange Iran nicht einer zweiten Verhandlungsrunde zustimmt. Zwar wurde die Waffenruhe in dieser Woche verlängert, aber es ist unklar, wie lange die Geduld von Donald Trump noch anhalten wird.
Am letzten Handelstag der Woche könnten sich beide Währungspaare weiter korrigieren, daher ist es für Trader am sinnvollsten, sich auf technische Niveaus und Faktoren zu stützen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1655–1,1666 gehandelt werden, während das Pfund Sterling in der Spanne von 1,3476–1,3489 gehandelt werden kann. Kurzfristig können sich die Abwärtskorrekturen bei beiden Währungspaaren fortsetzen, da sich der Markt derzeit in einer abwartenden Haltung in Bezug auf die Lösung des Konflikts im Nahen Osten befindet.
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzuziehen ist zu handeln.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender enthalten) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit höchster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
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