Analytical Reviews

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Handelsempfehlungen und Handelsanalyse für GBP/USD am 11. Juni. Neue geopolitische Eskalation und das Zerplatzen der Hoffnungen auf Frieden
22:01 2026-06-10 UTC--4

Analyse von GBP/USD 5M

Das Währungspaar GBP/USD zeigte am Mittwoch uneinheitliche Bewegungen. Der Markt konnte sich nicht darauf einigen, wie auf den Abbruch der Verhandlungen zwischen Iran und den USA, die neuen Angriffe Irans und der USA auf die jeweils gegnerischen Stellungen im Nahen Osten sowie auf den im Rahmen der Erwartungen liegenden Inflationsbericht zu reagieren sei. In der Folge sahen wir eine geringe Volatilität und einen Markt, der sich mit vorschnellen Entscheidungen zurückhielt. Obwohl die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington derzeit wie festgefahren wirken, zweifeln wir kaum daran, dass sie in naher Zukunft wieder aufgenommen werden. Zumindest vorerst ist der Krieg im Nahen Osten trotz der Angriffe Irans auf Bahrain, Kuwait und Jordanien nicht wieder aufgeflammt. Damit gibt es derzeit keine zwingenden Gründe für eine neue, ausgeprägte Flucht in den sicheren Hafen US‑Dollar. Andererseits gibt es aber auch keine stichhaltigen Argumente, den US‑Dollar abzustoßen. Der Markt hat es nicht eilig und verharrt im Wartemodus.

Aus technischer Sicht setzt sich der Abwärtstrend fort, und der Kurs notiert unterhalb der Linien des Ichimoku-Indikators. Wie erwartet stellte der Anstieg des Paares am Freitag eine Ausnahme dar, da der Markt in den vergangenen Monaten makroökonomischen Daten nur geringe Beachtung geschenkt hat. Die Geopolitik stützt den Dollar ebenfalls nicht mehr so stark wie früher, allerdings werden zahlreiche Faktoren die Währung im Jahr 2026 unterstützen. Im Tageschart ist klar erkennbar, dass sich das Paar seit neun Monaten in einer Seitwärtsrange bewegt.

Im 5-Minuten-Chart entstand am Mittwoch genau ein Handelssignal – ein Kaufsignal. Zu Beginn der US‑Sitzung prallte der Kurs vom Bereich 1,3369–1,3392 nach oben ab und legte um volle 20 Pips zu. Damit ergab sich aus der Long-Position zwar kein Verlust, aber auch kein nennenswerter Gewinn, da der Kurs rasch zu seinem ursprünglichen Niveau zurückkehrte.

COT-Report

Die COT-Berichte zum Britischen Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial Trader in den vergangenen Jahren ständig verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Netto-Positionen der Commercial und Non-Commercial Trader darstellen, kreuzen sich häufig und bewegen sich überwiegend nahe der Nulllinie. Derzeit driften die Linien auseinander, wobei die Non-Commercial Trader mit ihren Verkäufen dominieren. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es nicht überraschend, dass die Nachfrage nach risikoreicheren Währungen gering ist.

Langfristig setzt sich die Schwächung des Dollars aufgrund der Politik von Donald Trump fort, was im Wochen-Chart (Abbildung oben) deutlich zu erkennen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und Trumps Politik zielt direkt und indirekt auf eine Schwächung der US-Währung ab. Derzeit haben jedoch geopolitische Faktoren Vorrang, die dem Dollar zuletzt starke Unterstützung geliefert haben. Da der Konflikt im Nahen Osten noch nicht gelöst ist, könnte der US-Dollar weiter Aufwertungspotenzial haben. Laut dem neuesten COT-Bericht (vom 2. Juni) hat die Gruppe der „Non-commercial“-Trader 4.300 Kaufkontrakte und 13.500 Verkaufskontrakte geschlossen. Somit erhöhte sich die Netto-Position der Non-Commercial Trader innerhalb einer Woche um 9.200 Kontrakte.

Analyse von GBP/USD im 1-Stunden-Chart (1H)

Im Stundenchart hat das Währungspaar GBP/USD seinen Aufwärtstrend beendet, was auf die erneute Zuspitzung der Spannungen in der Straße von Hormus und in den Beziehungen zwischen Iran und den USA zurückzuführen ist. Der makroökonomische und fundamentale Hintergrund hat nach wie vor nur geringen Einfluss auf die Bewegungen des Paares (mit wenigen Ausnahmen). Wir gehen nicht davon aus, dass der Dollar ohne eine tatsächliche Eskalation des Konflikts im Nahen Osten kräftig zulegen wird, doch die Position der US‑Währung ist derzeit dennoch vorteilhafter als die des britischen Pfunds.

Für den 11. Juni bestimmen wir die folgenden wichtigen Niveaus: 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3301–1,3309, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Linie Senkou Span B (1,3437) und die Kijun-sen-Linie (1,3394) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even zu setzen, sobald sich der Preis 20 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.

Am Donnerstag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse oder Berichte vorgesehen, während in den USA lediglich der Producer Price Index veröffentlicht wird. Nach dem Erscheinen des Inflationsberichts für Mai hat dieser Bericht praktisch keine Bedeutung mehr, abgesehen von rein statistischen Zwecken.

Handelsempfehlungen:

Heute können Händler Short-Positionen mit Ziel im Bereich von 1,3301–1,3309 in Betracht ziehen, falls sich der Preis unterhalb der Zone 1,3369–1,3377 festigt. Long-Positionen werden im Falle eines Abpralls von der Zone 1,3369–1,3377 relevant, mit Kursziel in Richtung der Senkou-Span-B-Linie.

Anmerkungen zu den Abbildungen:

Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind dicke rote Linien, an denen eine Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.

Die Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien stammen aus dem Ichimoku-Indikator und sind vom 4‑Stunden‑Chart auf den Stundenchart verschoben. Es handelt sich um starke Linien.

Extremum-Niveaus sind dünne rote Linien, von denen der Preis zuvor abgeprallt ist. Sie dienen als Quellen für Handelssignale.

Gelbe Linien stellen Trendlinien, Trendkanäle und andere technische Formationen dar.

Indikator 1 in den COT-Charts zeigt die Höhe der Netto-Position jeder Händlerkategorie an.

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