Analytical Reviews

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Überblick über das Währungspaar GBP/USD. 11. Juni. Der Markt liebt Trumps Spaghetti
22:01 2026-06-10 UTC--4

Das Währungspaar GBP/USD handelte am Mittwoch recht ruhig, als würde im Nahen Osten Frieden und Ruhe herrschen. Doch das entspricht nicht der Realität. Im Nahen Osten griff Iran zunächst einen amerikanischen Hubschrauber an, anschließend attackierten die USA iranische militärische Küstenanlagen, und danach begann Teheran, Raketen auf Jordanien, Bahrain und Kuwait abzufeuern. In dieser unglücklichen Lage bleibt uns nur, uns zu fragen, wie sehr der Markt die „Spaghetti“ liebt, die Donald Trump serviert. Der amerikanische Präsident behauptet seit Wochen, dass ein Abkommen mit Iran praktisch unterschriftsreif sei und dass Teheran bereit sei, sämtlichen nuklearen Brennstoff zu exportieren und in Zukunft ein Moratorium für die Urananreicherung zu verhängen. Genauer gesagt, hören wir solche Aussagen von Trump bereits seit zwei Monaten, seit am 7. April ein vorläufiger Waffenstillstand vereinbart wurde. Erst in den letzten ein, zwei Wochen hat der Markt aufgehört, Trumps Worten zu glauben, reagiert aber weiterhin auf nahezu alle Ereignisse und Nachrichten rund um den Nahen Osten.

Ja, die Reaktion des Marktes auf geopolitische Entwicklungen ist heute nicht mehr dieselbe wie vor drei Monaten. Der Markt verarbeitet Trumps Aussagen und Versprechen ebenso wie die tatsächlichen Ereignisse im Nahen Osten derzeit mit Vorsicht. Genau das meinten wir, wenn wir wochenlang wiederholten, dass der geopolitische Faktor zwar weniger Einfluss auf den Währungsmarkt hat, die Geopolitik aber dennoch für 90 % der Bewegungen von Währungspaaren verantwortlich ist. Mit anderen Worten: Der Markt reagiert nicht mehr auf jedes Ereignis, jede Nachricht oder jede Aussage mit Bewegungen von 100 Punkten, aber er reagiert nach wie vor auf geopolitische Entwicklungen (wenn auch mit wenigen Ausnahmen).

Was bedeutet all das für das britische Pfund? Lediglich, dass wir keinen nennenswerten Rückgang des GBP/USD-Paares erwarten sollten, solange Trump nicht tatsächlich beabsichtigt, umfassende Angriffe auf Iran wiederaufzunehmen. Genau das hat der amerikanische Präsident gestern erklärt. Er sagte, die Zeit für den Abschluss eines vorteilhaften Friedensabkommens mit Iran sei abgelaufen und die Aggressionsakte dieser Woche zwängen die USA dazu, zu einer gewaltsamen Lösung des Problems überzugehen. Allerdings sprach Trump gestern von einer möglichen Wiederaufnahme des Krieges, und schon heute könnte er verkünden, dass die Verhandlungen mit Teheran wieder aufgenommen wurden, da „Iran wirklich ein Abkommen will“. Die Rhetorik des amerikanischen Präsidenten kann sich zehnmal an einem Tag ändern, und jede spätere Aussage kann der vorherigen widersprechen. Unserer Ansicht nach sollten sich die Trader längst daran gewöhnt haben und im Grunde aufhören, auf Trumps Worte zu reagieren. Dennoch gelingt es ihnen noch immer nicht, sie vollständig zu ignorieren.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir weder eine Stärkung des Dollars noch des britischen Pfunds, solange der Krieg nicht wieder aufflammt oder ein Friedensabkommen unterzeichnet wird. Der Markt dürfte die meisten makroökonomischen Daten und fundamentalen Ereignisse weiterhin weitgehend ausblenden, mit Ausnahme vielleicht der allerwichtigsten.

Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares beträgt über die letzten fünf Handelstage 81 Pips. Für das Pfund/US‑Dollar‑Paar wird dieser Wert als „durchschnittlich“ eingestuft. Am Donnerstag, dem 11. Juni, erwarten wir daher Bewegungen innerhalb der Spanne, die durch die Niveaus 1,3308 und 1,3470 begrenzt wird. Der obere Kanal der linearen Regression ist nach oben gerichtet, was auf eine mögliche Wiederaufnahme des Aufwärtstrends hindeutet. Der CCI‑Indikator ist in den überverkauften Bereich eingetreten und signalisiert damit ein mögliches Ende des Abwärtstrends.

Nächstgelegene Unterstützungsniveaus:

S1 – 1,3367

S2 – 1,3306

S3 – 1,3245

Nächstgelegene Widerstandsniveaus:

R1 – 1,3428

R2 – 1,3489

R3 – 1,3550

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar GBP/USD hat seine Abwärtsbewegung wieder aufgenommen. Die Politik von Trump wird weiterhin Druck auf die US‑Wirtschaft ausüben, weshalb wir beim US‑Dollar nicht mit einem langfristigen Wachstum rechnen. Allerdings zeichnet sich das Jahr 2026 aufgrund geopolitischer Faktoren derzeit sehr positiv für den Dollar ab. Daher können Long‑Positionen mit Kurszielen bei 1,3489 und 1,3550 in Betracht gezogen werden, wenn sich der Kurs oberhalb des gleitenden Durchschnitts befindet. Notierungen unterhalb des gleitenden Durchschnitts ermöglichen Short‑Trades mit Zielen bei 1,3306 und 1,3245. Die Marktbedingungen ändern sich häufig, und der Markt reagiert in erster Linie auf geopolitische Nachrichten, die nicht einheitlich sind.

Anmerkungen zu den Abbildungen:

Lineare Regressionskanäle helfen dabei, den aktuellen Trend zu bestimmen. Zeigen beide in dieselbe Richtung, deutet dies auf einen starken Trend hin.

Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20,0, geglättet) bestimmt den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die gehandelt werden sollte.

Murray‑Levels sind Zielniveaus für Bewegungen und Korrekturen.

Volatilitätsniveaus (rote Linien) zeigen einen wahrscheinlichen Preiskanal an, innerhalb dessen sich das Paar am nächsten Tag basierend auf den aktuellen Volatilitätsindikatoren bewegen wird.

Der CCI‑Indikator: Sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) weist darauf hin, dass eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung näher rückt.

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