Das Währungspaar EUR/USD setzte den Handel am Mittwoch mit geringer Volatilität und einer völligen Unwilligkeit, sich in irgendeine Richtung zu bewegen, fort. Zur Erinnerung: Gestern wurde der Inflationsbericht aus den USA veröffentlicht, der direkten Einfluss auf die Geldpolitik der Federal Reserve hat. Da die Inflation in den USA vor drei Monaten an Fahrt aufgenommen hatte, begann der Markt, eine Straffung der Geldpolitik durch die Fed einzupreisen. Ein weiterer Anstieg der Inflation in den USA hätte daher eine neue Rally des Dollars auslösen können. Wenn da nicht ein „Aber“ wäre: Der Markt ignorierte diesen wichtigen makroökonomischen Bericht erneut. Es ist anzumerken, dass der tatsächliche Wert exakt den Prognosen entsprach, sodass es im Grunde genommen keinen Anlass für eine Reaktion gab. Dennoch erhöht der Anstieg der Inflation auf 4,2 % die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im Jahr 2026 deutlich. Außerdem wurde gestern der Waffenstillstand zwischen Iran und den USA erneut gebrochen, und Donald Trump erkannte faktisch das Scheitern der Verhandlungen an. Doch auch auf diese Nachricht sah der Markt keinen Anlass zu reagieren.

Im 5-Minuten-Chart wurden am Mittwoch keine Handelssignale gebildet. Mehrmals näherte sich der Kurs dem Bereich 1,1527–1,1531, konnte jedoch nicht darauf reagieren. Heute Morgen reagierte das Paar auf den angegebenen Bereich und prallte davon ab, was bereits den Einstieg in Long-Positionen ermöglichte oder in Kürze ermöglichen dürfte.
Im Stundenchart ist die Seitwärtsphase beendet, und nach dreiwöchiger Stagnation hat sich der Abwärtstrend fortgesetzt. Ein weiterer Anstieg des US-Dollars wird jedoch vollständig von den Entwicklungen der geopolitischen Lage abhängen. Sollte der Krieg im Nahen Osten wieder in vollem Umfang ausbrechen, dürfte der Dollar weiter steigen. Kehren Teheran und Washington hingegen an den Verhandlungstisch zurück, würde dies risikoreichere Währungen stützen.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen mit Zielen bei 1,1455–1,1474 eröffnen, falls der Kurs den Bereich 1,1527–1,1531 nach unten durchbricht. Long-Positionen können bei einem Abprall vom Bereich 1,1527–1,1531 in Betracht gezogen werden, mit Kurszielen bei 1,1584–1,1594.
Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken zu beachten: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Donnerstag findet in der Europäischen Union die Sitzung der European Central Bank statt, der Zinsentscheid wird bekannt gegeben, und Christine Lagarde wird eine Rede halten. Allerdings sind wir nicht sicher, dass der Markt auf dieses Ereignis reagiert, da die Absicht der European Central Bank, die Zinsen anzuheben, bereits seit über einer Woche bekannt ist.
Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung verdeutlichen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit höchster Vorsicht gehandelt werden, oder man sollte den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche Gegenbewegungen zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein wird. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend, um langfristig im Handel erfolgreich zu sein.
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