Analytical Reviews

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Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 18. Juni? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger
00:00 2026-06-18 UTC--4

Analyse der Trades vom Mittwoch:

1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD fiel am Mittwoch abrupt, wie ein Stein. Auch wenn man nicht sagen kann, dass ein solcher Rückgang vollständig zu erwarten war, gab es durchaus Gründe für eine deutliche Aufwertung des US-Dollars. Die Frage ist nun, ob der US-Dollar weiter steigen wird. In der vergangenen Nacht hat die Federal Reserve im Grunde ihre Bereitschaft signalisiert, die Zinsen zumindest einmal vor Jahresende anzuheben. Die Stimmung unter den Mitgliedern des geldpolitischen Ausschusses ist deutlich „hawkischer“ geworden als noch auf der Sitzung vor drei Monaten. Allerdings: Was ist daran überraschend, dass sich die Fed auf eine Zinserhöhung vorbereitet? Genau das hatte der Markt in den vergangenen Wochen vor dem Hintergrund steigender Inflation erwartet. Derzeit ist noch unklar, ob eine Straffung der Geldpolitik in den USA überhaupt notwendig sein wird, denn das hängt davon ab, wie die Inflation auf die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und fallende Ölpreise reagiert. Der Ölpreis ist bereits unter 80 US-Dollar pro Barrel gefallen. Zur Erinnerung: Vor dem Krieg im Iran lag Brent bei 70 US-Dollar. Daher sind wir der Ansicht, dass in der vergangenen Nacht nichts Außergewöhnliches passiert ist. Die Fed hat den Leitzins nicht angehoben, sondern lediglich eine mögliche Erhöhung in Aussicht gestellt.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Mittwoch zwei Handelssignale, beide nach der FOMC-Sitzung. Zunächst durchbrach das Paar den Bereich 1,1584–1,1594, anschließend den Bereich 1,1527–1,1531. Damit hatten unerfahrene Trader zwei Möglichkeiten, Short-Positionen zu eröffnen. In jedem Fall brachte die Short-Position einen guten Gewinn, da der Kurs innerhalb weniger Stunden buchstäblich um 120 Pips einbrach.

Wie man am Donnerstag handelt:

Im Stunden-Chart hat sich der Abwärtstrend wieder aufgenommen, allerdings nur dank der starken Unterstützung durch die Fed. Der US-Dollar wird nicht jeden Tag solche Impulse erhalten. Sollte am Freitag ein Waffenstillstand zwischen Iran und den USA unterzeichnet werden, entfällt ein Grund, warum der Markt den US-Dollar kaufen sollte. Außerdem ist die Fed nicht die einzige Zentralbank, die weitere Zinserhöhungen in Betracht zieht.

Am Donnerstag können unerfahrene Trader Short-Positionen mit Ziel 1,1465–1,1474 eröffnen, falls der Kurs vom Bereich 1,1527–1,1531 abprallt. Long-Positionen können mit Ziel 1,1584–1,1594 aufgebaut werden, falls der Kurs den Bereich 1,1527–1,1531 nach oben durchbricht.

Im 5-Minuten-Chart sind unter anderem folgende Marken relevant: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Donnerstag stehen weder in der EU noch in den USA wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, aber die Sitzung der Bank of England kann sich spürbar auf das Britische Pfund auswirken, das mit der europäischen Währung korreliert. Daher ist mit einem recht volatilen Handelstag zu rechnen.

Grundregeln des Handelssystems:

  1. Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung nötig ist (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit dafür benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
  2. Wurden an einem bestimmten Level zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet, sind alle weiteren Signale von diesem Level zu ignorieren.
  3. In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale generieren. Technische Levels können in solchen Phasen ignoriert werden.
  4. Im Stunden-Chart sollten Signale des MACD-Indikators nur gehandelt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
  5. Wenn zwei Levels sehr nah beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
  6. Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.

Was auf den Charts zu sehen ist:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit höchster Vorsicht gehandelt oder der Markt ganz gemieden werden, um plötzliche Gegenbewegungen zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.

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