Für Donnerstag sind mehrere makroökonomische Berichte geplant. Im Vereinigten Königreich werden die Arbeitslosenquote und die durchschnittlichen Löhne veröffentlicht, während in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung bekannt gegeben werden. Wir stufen diese Daten als zweitrangig ein und möchten darauf hinweisen, dass der Markt den gestrigen Inflationsbericht aus dem Vereinigten Königreich im Grunde ignoriert hat, obwohl dieser heute einen direkten Einfluss auf die geldpolitische Entscheidung der Bank of England haben wird. Im Verlauf des Tages wird sich der Markt auf die Ergebnisse der Sitzungen des FOMC und der BoE konzentrieren.

Zu den wichtigsten fundamentalen Ereignissen am Donnerstag zählt insbesondere die Sitzung der britischen Zentralbank. Natürlich richtet der Markt seine Aufmerksamkeit stärker auf die Federal Reserve, die gestern ihre Bereitschaft signalisiert hat, den Leitzins bis zum Jahresende ein- bis zweimal anzuheben. Allerdings könnte die BoE heute ebenfalls überraschen. Händler erwarten, dass zwei der neun Mitglieder des Monetary Policy Committee sich für eine Straffung der Geldpolitik aussprechen. Fällt die tatsächliche Zahl höher oder niedriger aus, wird der Markt die Haltung der Bank entsprechend als stärker „hawkish“ oder „dovish“ einstufen. Die Bewegungen des britischen Pfunds hängen heute folglich von den Abstimmungsergebnissen der Ausschussmitglieder ab.
Der geopolitische Hintergrund bleibt relativ „bedingt positiv“. Iran und die USA wollen am Freitag ein Rahmenabkommen unterzeichnen; allerdings bleiben zu viele wichtige Fragen ungelöst, insbesondere in Bezug auf das „Atomthema“, das im aktuellen Vertragstext nicht einmal erwähnt wird. Genau dieses Problem war Auslöser des Krieges und könnte jederzeit zu seiner Wiederaufnahme führen. Daher ist der Optimismus des Marktes in Bezug auf den Iran‑USA‑Waffenstillstand recht verhalten, und es gibt keinen übermäßigen Druck, den Dollar zu verkaufen.
Am vierten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare recht volatil notieren, da heute die Ergebnisse der BoE‑Sitzung veröffentlicht werden und der Markt weiterhin auf die „hawkishe“ Ausrichtung der Fed reagieren könnte. Der Euro kann aus dem Bereich 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das britische Pfund aus dem Bereich 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Die Geopolitik bleibt ein Schlüsselfaktor für den Devisenmarkt, doch stehen heute die Entscheidungen der Zentralbanken in den USA und im Vereinigten Königreich im Mittelpunkt.
Kurslevels (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long‑ oder Short‑Positionen oder als Quellen für Signale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung vorgeben.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein zusätzlicher Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt verlassen werden, um plötzliche, gegen den vorangegangenen Trend gerichtete Bewegungen zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.
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