Das Währungspaar EUR/USD verzeichnete im Handel am Freitag einen überzeugenden, wenn auch nicht besonders starken Anstieg. Für Anfänger im Trading erwies sich der Tag zugleich als recht einfach und dennoch kompliziert. Von Beginn an war klar, dass sich alles um den NonFarm-Payrolls-Bericht drehen würde, auf den der Markt seit Wochenbeginn gewartet hatte und von dem der weitere Kurs der Geldpolitik der Federal Reserve abhängt. Allerdings ließ sich der genaue Wert dieses Berichts im Vorfeld nicht vorhersagen. Die offiziellen Prognosen deuteten darauf hin, dass die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft im Juli bei etwa 80.000 liegen würde. Der tatsächliche Wert des Berichts lag jedoch bei -20.000. Die Abweichung beträgt also 100.000. Außerdem wurden die Werte für die beiden vorangegangenen Monate um weitere 100.000 nach unten revidiert. Effektiv fehlten dem Arbeitsmarkt somit allein am Freitag 200.000 Stellen. Es ist nur natürlich, dass diese Situation zu einer Schwächung der US-Währung führte. Und unserer Ansicht nach fiel diese Reaktion zu verhalten aus. Der US-Dollar dürfte sich weiter abschwächen, da die Wahrscheinlichkeit einer Straffung der Fed-Politik im September nun minimal ist.

Im 5-Minuten-Zeitrahmen wurde am Freitag genau ein Handelssignal gebildet. Zu Beginn der US-Handelssession durchbrach der Kurs den Bereich 1,1527–1,1531, was das Eröffnen von Long-Positionen ermöglichte. Allerdings war es ziemlich schwierig, dieses Signal zu handeln, da der Kurs innerhalb von 5 Minuten stark nach oben schoss.
Im Stunden-Chart hat der Kurs die Seitwärtsrange verlassen, in der er sich einen Monat lang befand, und setzt die Bildung eines neuen Aufwärtstrends fort. Unter Berücksichtigung aller Ereignisse der letzten Monate gehen wir davon aus, dass der Euro seinen stetigen Anstieg fortsetzen sollte. Der Markt hat in letzter Zeit fast alle Faktoren zugunsten des Euro aktiv ignoriert, sodass nun eine Korrektur und Annäherung an den fairen Wert stattfindet.
Am Montag können Anfänger Short-Positionen mit Ziel 1,1461–1,1474 eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1527–1,1531 konsolidiert. Long-Positionen können bei einem Abprall vom Bereich 1,1527–1,1531 mit Ziel 1,1584–1,1594 eröffnet werden.
Im 5-Minuten-Zeitrahmen sind die Niveaus 1,1267–1,1275, 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754 zu beachten. Am Montag sind in der EU und den USA keine wichtigen Ereignisse oder Veröffentlichungen geplant. Es wird tagsüber nichts geben, worauf der Markt reagieren könnte, daher wird die Volatilität höchstwahrscheinlich gering sein.
Unterstützungs- und Widerstands-Preisniveaus (Zonen) sind die Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufsorders oder dienen als Signalquellen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung derzeit bevorzugt gehandelt werden sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte der Handel während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht erfolgen, oder man sollte den Markt verlassen, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jede Transaktion profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein solides Money Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
QUICK LINKS