Das Währungspaar EUR/USD hat am Freitag seine Aufwärtsdynamik beibehalten – das ist die wichtigste Erkenntnis. In der vergangenen Woche zeigte die europäische Währung ein solides Wachstum, das unserer Einschätzung nach vollkommen gerechtfertigt war und auch ohne die aufsehenerregende Entscheidung des U.S. Treasury hätte stattfinden müssen. Natürlich kam es zu Korrekturen, doch mittelfristig sollte der Euro gegenüber dem Dollar weiter zulegen. Die Lage für die amerikanische Währung verschlechtert sich von Woche zu Woche, während die technische Analyse auf höheren Zeitrahmen auf die Fortsetzung eines übergeordneten Aufwärtstrends hindeutet. Am Freitag unterstützte der makroökonomische Hintergrund abwechselnd sowohl den Euro als auch den Dollar. Zunächst wurden für die Eurozone und Deutschland für den August recht positive Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungs- und den Fertigungssektor veröffentlicht. Anschließend erschienen in den USA widersprüchliche Einkaufsmanagerindizes, doch der Dienstleistungssektor erzielte im August nahezu einen Weltrekord und überstrahlte damit die negativen Daten aus dem Fertigungssektor. Infolgedessen legte der Euro am Morgen zu, während der Dollar am Nachmittag an Stärke gewann. Dennoch müssen wir erneut betonen, dass die makroökonomischen Daten derzeit nicht die Marktstimmung bestimmen.

Im 5-Minuten-Chart entstanden am Freitag keine Handelssignale. Während der US-Handelssitzung näherte sich der Kurs dem Bereich von 1,1655–1,1665, reagierte jedoch nicht darauf; folglich wurden keine Signale generiert.
Im Stundenchart setzt das Währungspaar EUR/USD seinen Aufwärtstrend fort. Unter Berücksichtigung aller Ereignisse der letzten Monate gehen wir davon aus, dass die europäische Währung ihren entschlossenen Anstieg auch ohne lokale Unterstützung fortsetzen sollte. In den vergangenen Monaten hat der Markt zahlreiche Faktoren zugunsten des Euro hartnäckig ignoriert, weshalb wir weiterhin mit einer Aufwärtsbewegung rechnen.
Am Montag können Anfänger Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,1584–1,1594 in Betracht ziehen, falls sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1655–1,1665 festsetzt. Long-Positionen können bei einem Abprall vom Bereich 1,1655–1,1665 eröffnet werden, mit Zielen bei 1,1745–1,1754.
Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken zu beachten: 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1665, 1,1745–1,1754 und 1,1830–1,1837. Für Montag sind weder in der Eurozone noch in den USA wichtige Berichte oder Ereignisse angesetzt. Daher fehlt es heute an makroökonomischem und fundamentalen Hintergrund, sodass den Händlern den ganzen Tag über im Grunde nichts zum Reagieren bleibt.
Unterstützungs- und Widerstandsmarken (Zonen) dienen als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufsaufträgen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte man während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Strategie und ein solides Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.
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