Das Währungspaar EUR/USD konnte seine Abwärtsbewegung am Mittwoch nicht fortsetzen, markierte jedoch ein neues lokales Tief. Der Abwärtstrend bleibt, wie durch die Trendlinie angezeigt, intakt, sodass der Dollar sich relativ ruhig und stabil „fühlen“ kann, solange diese Trendlinie nicht durchbrochen wird. Allerdings gibt es derzeit wenig echte Gründe für weitere (selbst nur lokale) Dollar-Stärke. Der Rückgang setzte nach einem Monat des Anstiegs ein und ist daher in erster Linie als Korrektur zu werten. In dieser Woche haben die US-Makrodaten den Dollar bisher nicht unterstützt. Morgen werden die wichtigsten Veröffentlichungen folgen – die Nonfarm Payrolls und die Arbeitslosenquote für August. Der Markt hat den schwachen jährlichen Nonfarm-Bericht vom vergangenen Freitag weitgehend ignoriert. Der einzige Faktor, der dem Dollar derzeit Auftrieb gibt, ist der Glaube des Marktes an eine geldpolitische Straffung durch die Federal Reserve im September. Aber Glaube ist kein konkreter Fakt. Unserer Ansicht nach bleiben die Chancen für eine Zinserhöhung im September gering, und die Arbeitsmarktdaten am Freitag könnten die Hoffnungen auf eine Straffung endgültig begraben. Dennoch kann der Dollar vorerst mehr oder weniger stabil bleiben.
Aus technischer Sicht setzt das Paar den durch seine Trendlinie gestützten Abwärtstrend fort. Daher kann sich der Rückgang kurzfristig weiter fortsetzen. Im Laufe dieser Woche werden zwar noch mehrere wichtige Berichte veröffentlicht, doch der Markt zeigt bereits, dass sein Hauptaugenmerk auf den Nonfarm Payrolls liegt.
Im 5‑Minuten‑Chart bildeten sich am Donnerstag mehrere Handelssignale. Zunächst prallte das Paar von unten von 1,1585 nach oben ab, anschließend durchbrach es dieses Niveau. In beiden Fällen gelang es dem Kurs jedoch nicht, sich auch nur 15 Pips zugunsten der Trader zu bewegen. Das liegt daran, dass die Marktvolatilität im vergangenen Monat äußerst gering war. Im Durchschnitt legt das Paar pro Tag 30–40 Pips zurück und zeigt nur gelegentlich Bewegungen mittlerer Stärke.

Der jüngste COT-Bericht ist auf den 25. August datiert. Im Wochenchart ist klar zu erkennen, dass die Netto-Positionen der Non-Commercial-Trader bärisch geworden sind und im Jahr 2026 aufgrund geopolitischer Ereignisse deutlich zurückgegangen sind. In den vergangenen Monaten haben Trader ihr Engagement im Euro reduziert und bevorzugen stattdessen den US-Dollar. Die Politik von Donald Trump hat sich nicht verändert, und zeitweise fungierte der Dollar als Reservwährung.
Wir sehen nach wie vor keine fundamentalen Faktoren, die eine anhaltende Dollarstärke untermauern. Der Krieg im Nahen Osten hat den Dollar vorübergehend sehr attraktiv gemacht, doch sobald dieser Faktor an Bedeutung verliert, sollten die Märkte zur Normalität zurückkehren – und dieser Prozess könnte bereits eingesetzt haben. Langfristig könnte der Euro bis zur Trendlinie bei 1,08 US-Dollar fallen, doch der mehrjährige Aufwärtstrend bleibt intakt, und das Währungspaar hat sich dieser Linie trotz des jüngsten Dollaranstiegs nicht angenähert.
Die Lage der roten und blauen Linien im COT-Indikator deutet auf eine ungefähre Parität zwischen Bullen und Bären hin. In der letzten Berichtswoche stieg die Zahl der Long-Positionen der Gruppe „Non-Commercial“ um 2.700, während die Short-Positionen um 20.000 zurückgingen. Dementsprechend erhöhte sich die Netto-Position in dieser Woche um 22.700 Kontrakte.

Im Stundenchart setzt das Währungspaar EUR/USD seinen Abwärtstrend fort. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt und zeigt keine Anzeichen einer Entspannung, doch allein das reicht nicht aus, um eine neue starke Rallye des Dollars auszulösen. Die Aussagen von Kevin Warsh und die jährlichen Nonfarm Payrolls haben den Dollar zwar gestützt, dennoch sehen wir nur wenige überzeugende Gründe für eine anhaltende Dollarstärke. Der Anstieg des Dollars in dieser Woche wirkt eher wie eine technische Korrektur.
Für den 3. September heben wir die folgenden Handelsmarken hervor — 1,1234, 1,1274, 1,1362–1,1368, 1,1461–1,1473, 1,1536–1,1542, 1,1585, 1,1657–1,1665, 1,1750–1,1760, 1,1786, 1,1830–1,1837, sowie die Senkou-Span-B-Linie (1,1639) und den Kijun-sen (1,1613). Die Ichimoku-Linien können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte. Denken Sie daran, den Stop-Loss nach einer Bewegung von 15 Pips zu Ihren Gunsten auf Break-even nachzuziehen, um sich vor Fehlsignalen zu schützen.
Am Donnerstag werden in den europäischen Ländern die zweiten Schätzungen der Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor veröffentlicht – dies sind Zweitveröffentlichungen und dürften den Markt kaum bewegen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem ISM-Index für den Dienstleistungssektor in den USA; allerdings ist der Markt zumindest bis Freitag auf Dollar-Käufe eingestellt und neigt dazu, schwächere US-Daten zu ignorieren.
Heute können Händler Short-Positionen mit Ziel im Bereich von 1,1536–1,1542 in Erwägung ziehen, falls sich der Kurs unterhalb von 1,1585 festigt. Ein erneuter Abprall von 1,1585 würde die Eröffnung von Long-Positionen mit Zielen bei 1,1613 und 1,1639 ermöglichen.
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