Analytical Reviews

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Handelsempfehlungen und Analyse für EUR/USD am 24. April. PMI-Indizes können nicht überzeugen
22:03 2026-04-23 UTC--4

Analyse von EUR/USD 5M

Das Währungspaar EUR/USD setzte am Donnerstag seine abwärtsgerichtete Korrekturbewegung fort. Die Volatilität ist seit mehreren Tagen recht gering, und der Rückgang des Paares ist rein technischer Natur. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass das geopolitische Umfeld dem US-Dollar derzeit eine verhaltene Unterstützung bieten könnte, da sich der Konflikt im Nahen Osten in den letzten Tagen ganz offensichtlich nicht entschärft hat. Obwohl die Waffenruhe von allen Parteien eingehalten wird, gibt es keine Fortschritte in den Verhandlungen und keine Annäherung beider Seiten an Gespräche. Gestern wurden die Indizes der Geschäftstätigkeit für den Dienstleistungs- und den verarbeitenden Sektor in der EU und in Deutschland sowie in den USA und im Vereinigten Königreich veröffentlicht, doch der Volatilität des Paares nach zu urteilen, konnten diese Daten den Markt einmal mehr nicht interessieren. In der Folge ist die europäische Währung die ganze Woche über technisch bedingt nur schleppend gefallen.

Aus technischer Sicht könnte der Aufwärtstrend bald unterbrochen werden. Die steigende Trendlinie wurde bereits durchbrochen, doch die Senkou-Span-B-Linie ist nach wie vor intakt. Solange sie nicht überwunden wird, würden wir uns mit dem Schluss zurückhalten, dass der lokale Aufwärtstrend beendet ist. Zudem können jederzeit bedeutende geopolitische Nachrichten auftreten, die einen neuen Sturm am Markt auslösen.

Im 5-Minuten-Chart wurden am Donnerstag keine Handelssignale generiert. Während der europäischen Handelssitzung näherte sich der Kurs der Senkou-Span-B-Linie, reagierte jedoch nicht darauf. Daher wurde kein Kaufsignal gebildet.

COT-Report

Der jüngste COT-Bericht trägt das Datum 14. April. Die Darstellung im Wochenchart zeigt eindeutig, dass die Netto-Position der nicht-kommerziellen Händler zwar weiterhin „bullish“ ist, sich jedoch aufgrund der geopolitischen Ereignisse rasch verringert. Händler stoßen die europäische Währung ab und bevorzugen den US-Dollar. Trumps Politik hat sich nicht geändert, aber der Dollar fungiert derzeit als „Reservewährung“, was eine starke Nachfrage nach ihm auslöst.

Wir sehen nach wie vor keine fundamentalen Faktoren, die den Euro stärken würden, während es zahlreiche Faktoren gibt, die den US-Dollar schwächen könnten. Der Krieg im Nahen Osten hat den Dollar vorübergehend extrem attraktiv gemacht, doch sobald diese „Haltbarkeit“ abläuft, dürfte sich die Lage wieder normalisieren. Langfristig könnte der Euro bis auf 1,06 fallen (Trendlinie), dennoch bliebe der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Derzeit hat sich das Währungspaar nicht weit von der abwärtsgerichteten Trendlinie entfernt, die bereits mehrfach durchbrochen wurde.

Die Positionierung der roten und blauen Linien des Indikators signalisiert ein Kräftegleichgewicht zwischen Bullen und Bären. In der letzten Berichtsperiode stieg die Anzahl der Long-Positionen in der Gruppe „Non-commercial“ um 13.700, während die Anzahl der Short-Positionen um 19.900 zurückging. Folglich erhöhte sich die Netto-Position im Wochenverlauf um 33.600 Kontrakte.

Analyse von EUR/USD im 1-Stunden-Chart (1H)

Im Stundenchart setzt das Währungspaar EUR/USD seinen Aufwärtstrend fort, befindet sich jedoch aktuell in einer Korrekturphase. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, verschlechtert sich aber nicht weiter, sodass es kurzfristig nur wenige starke Gründe für eine Aufwertung des US-Dollars gibt. Die laufende Woche verläuft überwiegend korrektiv und mit geringer Volatilität, da der Markt auf wichtige Ereignisse wartet.

Für den 24. April heben wir die folgenden Kursmarken für den Handel hervor: 1,1362, 1,1426, 1,1542, 1,1615–1,1625, 1,1657–1,1666, 1,1750–1,1760, 1,1830–1,1837, 1,1907–1,1922 sowie die Senkou Span B-Linie (1,1674) und die Kijun-sen-Linie (1,1765). Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte. Vergessen Sie nicht, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt. So schützen Sie sich vor möglichen Verlusten, falls sich das Signal als falsch erweist.

Am Freitag veröffentlicht Deutschland den Geschäftsklimaindex, und die University of Michigan veröffentlicht den Index des Verbrauchervertrauens in den USA. Der Markt dürfte diese makroökonomischen Daten weitgehend ignorieren, da sie nicht als besonders wichtig angesehen werden.

Handelsempfehlungen:

Am Freitag können Trader Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1657–1,1666 stabilisiert, mit einem Ziel bei 1,1615–1,1625. Long-Positionen können nach einem Abprall von der Senkou Span B-Linie eröffnet werden, mit einem Ziel bei 1,1750–1,1760.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus – dicke rote Linien, an denen eine Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.

Kijun-sen- und Senkou Span B-Linien – Linien des Ichimoku-Indikators, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stundenchart übertragen werden. Es handelt sich um starke Linien.

Extremniveaus – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie dienen als Quellen für Handelssignale.

Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und andere technische Formationen.

Indikator 1 in den COT-Charts – die Größe der Netto-Position jeder Händlerkategorie.

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